Zur Startseite
Ehrenamt macht einfach glücklich
 
Geschrieben von PHPAdmin am Dienstag, 05. April 2016

aktuelle News Diakonisches Werk Hofgeismar-Wolfhagen widmete Diakonieforum seinen Ehrenamtlichen


Sie engagiert sich: Die ehemalige Lehrerin Ines Riedel gibt Deutschunterricht für Asylbewerber in der Wolfhager Pommernanlage.


Wolfhagen. Dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Kirchengemeinden des Wolfhager Landes eine stabile und verlässliche Gruppe darstellen, hat das diesjährige Diakonieforum in Wolfhagen eindrücklich unter Beweis gestellt. 80 Frauen und Männer aus den Kirchenkreisen Hofgeismar und Wolfhagen waren gekommen, um darüber nachzudenken, ob die ehrenamtliche Mitarbeit in Kirche und Diakonie glücklich macht. Der neue Diakenieplarrer Winfried Schiel freute sich über eine so starke Resonanz.

23 Millionen Deutsche engagieren sich
In ihrem lmpulsreferat machte Anneke Gittermann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck deutlich, wie stark das Ehrenamt in der Gesellschaft verankert ist. 23 Millionen Deutsche würden sich ehrenamtlich betätigen. Dabei gehe es darum. die eigenen Stärken am richtigen Ort einzusetzen. "Statt Aspirin müssten die Ärzte viel über öfter ein Ehrenamt verschreiben", zitierte sie Fernsehmoderator Eckart von Hirschhausen. Das Ehrenamt mache glücklich, wenn man mitgestalten kann und Spaß habe. Sinnvoll müsse ein Ehrenamt sein und Wirkung zeigen, und es müsse gut für die Adressaten sein. Ganz wichtig sei, dass man auch die Freiheit habe, "nein" sagen zu können. Obacht müssten Ehrenamtliche darauf geben, dass sie nicht ausgenutzt werden. Gittermann setzte sich dafür ein, dass eine Wertschätzungskultur entwickelt wird, bei der auch deutlich werde, wie sich eigene Talente entfalten können. Vor allem im Bereich der Kirche sei es stark ausgeprägt, dass jemand mehrere Ehrenämter nebeneinander wahrnehme.

Für den weiteren Verlauf des Abends hatte der Diakonieausschuss der Kreíssynode vier Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet. In der Arbeitsgruppe "Zwischen Selbstverwirklichung und Selbstzerstörung" ging es ganz stark um Begrenzung der Arbeit. Vor einem übereifrigen Perfektionismus wurde gewarnt. Dankesformen seien ganz wichtig. Die Arbeitsgruppe "Wir retten, was noch zu retten ist" machte deutlich, dass der Staat das Ehrenamt braucht, dass aber gerade im sozialen Bereich das Ehrenamt auch das Hauptamt braucht. Der Staat dürfe freilich nicht aus seiner sozialen Verantwortung entlassen werden; Grundversorgung könne nicht freiwillig  geleistet werden.

"Wo bleibt der Nachwuchs?", war die Fragestellung der dritten Arbeitsgruppe. Ehrenamtliche müssten bei ihren Interessen abgeholt werden. Und deutlich müsse für alle Beteiligten sein, welche Arbeit Sinn mache. "Wer Ehrenamtliche gewinnen will, muss ihnen vorher zuhören", war eine der starken Thesen dieser Gruppe.

Ehrenamtliche leben länger
Schließlich beschäftigte sich die vierte Arheitsgruppe mit der interessanten Feststellung, dass Ehrenamtliche länger leben. In dieser wurde auch die ganze Palette der ehrenamtlichen Arbeit in Kirche und Diakonie deutlich. Dass man im Ehrenamt nicht allen gerecht werden kann, wurde freilich auch deutlich. Insgesamt war der Abend für die Teilnehmer eine schöne Bestätigung für die These "Ehrenamt macht glücklich". Günther Dreisbach

Ehrenamt macht einfach glücklich

Keine anonymen Kommentare möglich, bitte zuerst anmelden

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter.
Im übrigen gilt Haftungsausschluss.

Admin Login


Seitenerstellung in 0.0684 Sekunden, mit 17 Datenbank-Abfragen
Zur Startseite